Der Wolf ist zurück

Wolf

Der Wolf ist in unseren Wäldern zurückgekehrt. Vom Menschen gnadenlos verfolgt wurde er  nahezu ausgerottet. Grimms Märchen von “Rotkäppchen und der böse Wolf” und “Der Wolf und die sieben Geißlein” prägen das Bild vom bösen Wolf maßgeblich. Nur noch in Tierparks konnte man diese wunderbaren Tiere erleben. Nachdem der eiserne Vorhang gefallen war, wanderten die ersten Wölfe aus Polen ein. Heute (Stand Dezember 2019) leben 800-900 Wölfe in unserem Lande und verbreiten sich immer weiter. Ein äußerst scheues Raubtier, das man nur selten sieht. Der Wolf hat keinen natürlichen Feind  und steht somit an der Spitze der Nahrungskette. Die häufigste Todesursache ist der Straßenverkehr und illegale Abschüsse.  Der Wolf wäre ein wichtiger Baustein in einem  gut funktionierendes Ökosystem.  Jede Art ist mit vielen anderen Arten vernetzt, verschwindet die Eine sind alle Anderen gefährdet. Wer die Natur zerstört, zerstört seine eigene menschliche Existenz.

Wir Menschen müssen uns als Teil der Natur betrachten und nicht als Zentrum


Begegnen wir einen Wolf haben wir nichts zu befürchten. Der Mensch passt nicht ins Beuteschema dieser scheuen Tiere. Regeln: Stehen bleiben, Ruhe bewahren, nicht füttern und vor allem die Tiere nicht anfassen oder bedrängen.

Der Wald in Deutschland

Mit einer Waldfläche von 31 % (ca. 11 Millionen ha) der Landesfläche, liegt Deutschland im Mittelfeld aller Eu-Länder. In Privatbesitz befinden sich 44 %, in Staatshand 32% und der Anteil der Städte- und Gemeindewälder beträgt 19 %. Die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz führen die prozentuale Waldverteilungliste (43% und 42%) an, aber in absoluten Zahlen ist Bayern das waldreichste Land (rund 2.5 Millionen ha). In den bundesdeutschen Wälder gibt es ca. 14.000 Tier- und Pflanzenarten, darunter 76 Baumarten. Von den rund 7 Milliarden Bäumen sind die wichtigsten Fichte (28 %) Kiefer (24%) Buche (15%) Eiche (10%) Tanne, Douglasie, Lärche (7%). In der Forst und Holzwirtschaft arbeiten 1.4 Millionen Menschen. Sie pflegen und kümmern sich um den Wald, die Tiere, die Waldwege, die Wanderwege, die Waldlehrpfade, die Waldschulen und Waldkindergärten, die Schutzhütten und sonstiges. Sie schützen Pflanzen und Tiere in Naturschutzgebieten und weisen Naturparks und Nationalparks aus

Aber der Wald ist mehr…

Wildwaseer Wildbach Ilse Harz

Was wären wir ohne Wald? Arminius der Cherusker hätte die römischen Legionen nicht in einen Hinterhalt locken können, die Römer hätten die Varusschlacht gewonnen, die Völkerwanderungen hätten nicht stattgefunden. Das Römische Reich würde womöglich bis heute noch existieren. Was wären wir ohne Wald? Märchen und Sagen wie „Hänsel und Gretel”, „Rotkäppchen und der Wolf“ oder „Brüderchen und Schwesterchen” wären von den Brüder Grimm nie geschrieben worden. Was wären wir ohne Wald? Die wirtschaftliche und technologisch hohe Entwicklung in Deutschland hätte nicht stattgefunden. Was wären wir ohne Wald? Womöglich wären wir schon an den Schadstoffen, die unsere Autos und Fabriken ausstoßen, erstickt. Und Weihnachten? Ohne Tannenbaum – Unvorstellbar! Kein Wunder also, das die Deutschen geradezu eine emotionale Beziehung zum Wald haben. Allerdings ist es eher eine verklärte Vorstellung, denn der Wald ist längst nicht mehr der ursprüngliche Wald. Urwälder gibt es bei uns nicht mehr. Der heutige Wald ist ein Kulturwald. Geschaffen zur Profitgenerierung. Ein Industriewald zur Erzeugung von Papier, Bretter und Energie. Eine Ansammlung von Bäumen mit ein paar Vögeln, Rehen und Wildschweinen. Super geeignet zum spazieren gehen, Pilze sammeln, joggen oder jagen.
Aber der Wald ist mehr…

Natur Natur sein lassen

Klimawandel

Natur Natur sein lassen

Der vom Menschen verursachte schnelle Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für unseren Wald. Wissenschaftler erwarten in der Zukunft mehr Extremwetterlagen. Die Häufigkeit von Stürmen nimmt rapide zu. Starke Regenfälle mit sinflutartigen Hochwasser und vermehrt auftretende Hitze- wellen mit extremer Dürre zerstören den Wald.  Der ursprüngliche Wald kam mit solchen außergewöhnlichen Klimaschwankungen eigentlich gut zurecht, wie mehr als 500 Jahre alte Baumexemplare  beweisen aber der Wald brauchte viel Zeit sich anzupassen. Erst als der Mensch das Waldmanagement mit ungeeigneten Plantagenbäumen und Monokulturen (Fichten) übernommen hat und die Umwelt  zusetzlich mit Treibhausgasen aufheizt, ist der Wald im Dauerstress. Studien belegen das ein urwaldnaher Wald mit hoher Artenvielfalt die Folgen des Klimawandels besser abfangen könnte. Also lassen wir die Natur Natur sein.

Klimawandel

Artenvielfalt und Klimawandel und sind die zwei wichtigsten Themen des Patienten Erde

Foto oben Aufstieg zur Velmerstot „im Teutoburger Wald“ aus dem Jahr 2017

Foto unten Aufstieg zur Velmerstot „im Teutoburger Wald“ aus dem Jahr 2020

Bitte nicht aufräumen!

Totholz Velmerstot
Totholz Vemerstot

Zukunft Wald – Runter vom Holzweg

Nur ein aufgeräumter Wald ist ein guter Wald, dieser Gedanke ist in unseren Köpfen tief verwurzelt. Brachen und ver- wilderte Landschaften – kaum vorstellbar. Jedes Stück Land muß wirtschaftlich genutzt werden. (Maisanbau für Biogasanlagen) Und wenn schon Natur dann bitte schön gepflegt und ordentlich. (Steingärten) Koste es was es wolle. Selbst Nationalparks, Naturreservats und Schutzgebiete sind keine echten Brachen, der Mensch managst ein museales Biotop und entnimmt bei Bedarf auch mal ein wenig Stammholz.

Vielleicht ist es an der Zeit Wildnisgebiete zuzulassen, Freiräume in der die Natur ohne jeden Eingriff walten darf. Eine Wildnis in der selbstverständlich auch der Mensch als Teil der Natur uneingeschränkten Zutritt hat. http://www.zukunft-wald.geheimnisvolle-pfade.de/

Im Reich der Pilze

Pilz mit Fliege
Pilz

Zukunft Wald – Runter vom Holzweg

Pilze sind Organismen die sich nicht eindeutig der Pflanzen- oder Tierwelt zuordnen lassen. Sie bilden in der biologischen Einordnung einen eigenständigen Bereich. Weltweit gibt es eine Million Pilzarten, wovon die Meisten im Verborgenen leben. Ihre Pilzfäden durchziehen den Waldboden kilometerweit. Erst die Fruchtkörper der “höheren Pilze” lassen sich mit dem bloßem Auge erkennen. Pilze übernehmen im Ökosystem des Waldes eine wichtige Funktion. Sie zersetzen abgestorbene Pflanzen und tote Tiere und fügen sie dem Naturkreislauf, als Nährstoffe, wieder zu. Um den Bestand zu erhalten sollten sie sich beim sammeln von Speisepilzen auf kleine Mengen beschränken.

Zerstören sie niemals einen Pilz mutwillig!! http://www.zukunft-wald.geheimnisvolle-pfade.de/

Mehr Wildnis zulassen

Tothoz Velmerstot
Velmerstot Totholz

Zukunft Wald – Runter vom Holzweg

Der eine freut sich über mehr Rehe, Hirsche und Wildschweine und eine prall gefüllte Trophäenvitrine. Der Andere wünscht sich einen Wald mit möglichst wenig Waldtieren um den Baum- verbiss gering zu halten und so einen hohen wirtschaftlichen Ertrag zu erzielen. Und der Dritte träumt von einen Naturwald mit alten Bäumen, Totholz und großer Artenvielfalt. Kein Wunder also, das es zwischen den Experten immer wieder zu Konflikten kommt. Eine Einigung scheint da kaum möglich.
Mehr Naturschutzgebiete (Naturparks, Nationalparks,  Biosphärenreservate) ist ein möglicher Weg. Aber wie sollen solche Schutzgebiete aussehen. Geeignete Flächen in Bundeshand gibt es genug. (Truppenübungsplätze) Renaturierung und Pflege ist aber teuer und keiner möchte die Kosten übernehmen. Neue Konzepte und Ideen müssen her.

Mehr Wildnis zulassen!

http://www.zukunft-wald.geheimnisvolle-pfade.de/